Geschichte der Haselstaude

80 Jahre Alpenvereinshütte an der Haselstaude

Am 28. August 1932 wurde die DAV-Hütte der Sektion Schweinfurt „An der Haselstaude“ mit einem „Waldfest“ ihrer Bestimmung übergeben. Am 1. Mai 2012 feierte die Sektion das 80-jährige Bestehen der Hütte mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem Fest, das viele Mitglieder und Freunde des DAV besuchten. Zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé, gratulierten zu dem schönen Anlass.

Es ist schon 114 Jahre her, dass bergbegeisterte Schweinfurter die hiesige Sektion im Alpenverein gründeten. Bald wurde es als nötig erkannt, dass zu einem aktiven Sektionsleben auch ein eigenes Haus gehört. Geplant war deshalb vor 100 Jahren eine Hütte in den Allgäuer Bergen am Traualpsee, die Pläne zerschlugen sich jedoch mit dem Ersten Weltkrieg, das angesparte Vermögen wurde ein Opfer der Inflation. Um sich weitere traurige Erfahrungen dieser Art zu ersparen, planten die Schweinfurter Alpenvereinler diesmal bodenständig und erbauten 1932 die Sektionshütte „an der Haselstaude“, zwölf Kilometer von der Stadt entfernt.

Doch bereits 1933 ging die Zahl der Besucher nach dem politischen Umbruch zurück, die Mitglieder waren „anderweitig in Anspruch“ genommen. Bis zum Kriegsende 1945 wurde die Hütte wenig genutzt; von 1943 bis 1950 diente sie einer ausgebombten Familie als Wohnung. Mit der Neugründung der Sektion im Jahr 1948 setzte auf der „Haselstaude“ neues Leben ein, die Hütte wurde für die ersten 100 Sektionsmitglieder ein beliebter Treffpunkt. Alle Hüttenwarte, die sich bisher um die Hütte kümmerten, taten dies mit großem ehrenamtlichen Einsatz.

Die größten Schritte zur Erhaltung und Erweiterung der Hütte wurden vom Jahr 2000 an mit dem sanitären Anbau, dem Ausbau der Wasserzisterne, der Errichtung einer Solaranlage und der Bohrung eines neuen Brunnens 2009 getan. 2011 wurden die Anlage rund um die Hütte und die Beschilderung der Wege er-neuert. Heute bildet die Hütte einen einladenden Treffpunkt für Wanderer und Radler. Sie ist an Sonn- und Feiertagen vom 1. Mai bis zum letzten Oktoberwochenende ‚bewartet’, d.h. sie ist kein Gastronomiebetrieb. Aber gegen den Durst gibt es immer etwas: Bier, Wein, Limo, Mineralwasser, Kaffee und dazu manchmal ein Stück selbstgebackenen Kuchen.

Die Hütte ist auf kurzen Wegen entweder von Weipoltshausen (über Panoramaweg oder am Ortsende bei Anwesen Baumann) in 15 Min. oder von Thomashof in 10 Min. zu erreichen.

O. SCHRAMM

 

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